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Reisekolumne von Manuela Bernauer - Bildquelle: fotolia.de Fernreisen
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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. (André Gide)

Nürnberg

Mittelalterliches Flair, Weihnachtlicher Trubel, Kunst und Kultur mit viel Geschichte


Liebe Leserin, Lieber Leser!
weisser_turm / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Nach einer kleinen Pause kommen nun meine neuen Reportagen. Aber denkt nicht, dass ich in den vorigen Wochen untätig zu Hause herumgesessen bin – ganz im Gegenteil! Ich hab mir wieder einige schöne Plätze auf dieser Welt angesehen und von diesen werde ich Euch nun berichten.

Heute bringt uns unsere Reise in die Mittelalterstadt schlechthin – nach Nürnberg. Die fränkische Stadt mit ihren rund 500.000 Einwohnern hat nicht nur eine gut erhaltene Stadtmauer, sondern auch eine Burg.

Diese Burg ist eine besondere, denn sie ist eine Kaiserburg. In ihr residierten zwischen 1050 bis 1571 immer wieder die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, die ihren Sitz nicht in nur einer „Hauptstadt“ hatten, sondern von Kaiserburg kaiserburg / Zum Vergrößern auf das Bild klickenzu Kaiserburg im ganzen Reich unterwegs waren. Daher war sie natürlich besonders gut ausgestattet. Besonders interessant sind hier die Doppelkapelle und der tiefe Brunnen, der in einem Gebäude versteckt und besonders gesichert wurde, damit ihn niemand vergiften konnte. Diejenigen, die sich für mittelalterliche Waffen und Rüstungen interessieren, kommen hier auf ihre Kosten. Denn wie in den meisten Burgen gibt es auch hier eine Waffensammlung.

Aber nicht nur auf dem Hügel, auf dem die Burg steht, sondern auch in der Stadt selbst kann man, ganz abgesehen von der Burgmauer, noch viele Spuren des Mittelalters entdecken. Der Henkersteg zum Beispiel wurde 1457 als Holzsteg über die Pegnitz errichtet. Der Henker von Nürnberg lebte dort vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Auch das Heilig-Geist-Spital wurde über diesen Fluss, der durch die Stadt fließt, gebaut. Das war im 14. Jahrhundert.
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Die Frauenkirche ließ Kaiser Karl IV. von 1355 bis 1358 anstelle der abgerissenen Synagoge des ehemaligen Judenviertels erbauen. Heute befindet sich vor ihr der große Hauptplatz der Stadt, auf dem sich der zentrale Teil des berühmten Christkindlesmarkt befindet.

Nun kommen wir auch schon zum anderen Grund, weshalb Nürnberg sehr beliebt ist. Die Weihnachtsstadt Nürnberg! In der Vorweihnachtszeit ist hier die Hölle los. Menschen über Menschen, die sich an den Ständen die Bäuche mit Nürnberger brucke / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBratwürsten, Nürnberger Lebkuchen und anderen lokale Spezialitäten voll schlagen. Überall in der Innenstadt sind die kleinen Hütten, die den Weihnachtsflair verbreiten sollen, aufgebaut. Für Menschen mit Platzangst ist dieser Rummel jedoch weniger zu empfehlen.

Nürnberg hat natürlich auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten, und so wird einem auch nicht langweilig, wenn man sich nicht im Dezember dort aufhält. Es gibt zahlreiche Museen und Ausstellungen die man besichtigen kann; wie zum Beispiel das Germanische Nationalmuseum, das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände oder lieber doch das Spielzeugmuseum? Auch das Albrecht-Dürer-Haus, das die Wohn- und Arbeitsstätte des wohl berühmtesten Künstlers der Stadt ist, befindet sich hier.

Wie ihr seht lohnt sich ein Ausflug nach Nürnberg – egal in welcher Jahreszeit.





Wenn ihr jede Woche per Mail erfahren wollt, an welchen Ort es uns dieses Mal verschlägt, schickt einfach eine E-Mail an: reisekolumne.bernauer@gmx.at

Autor: Manuela Bernauer | 10.03.2010 07:00