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Reisekolumne von Manuela Bernauer - Bildquelle: fotolia.de Fernreisen
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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. (André Gide)

Gandia

Kultur und Badeurlaub in einem Ort. Ein schönes Urlaubsziel – nicht nur für Spanier.


Liebe Leserin, Lieber Leser!

Diese Woche musste ich meinen Globus nicht drehen. Das ist nun aber auch das letzte Mal der Fall. Dieses Mal erzähle ich Euch jedoch noch einmalpalais_borja / Zum Vergrößern auf das Bild klicken von einem Ort, den ich selbst besucht habe, nämlich von Gandia.

Diese kleine Stadt mit zirka 60.000 Einwohnern war einst ein Herzogssitz. Seit dem 15. Jahrhundert haben hier die Borjas regiert, deren Palast, den Palau Ducal, man auch heute noch besichtigen kann. Ein besonders unheimliches Highlight ist hier die kleine Privatkapelle, die ganz nach dem memento mori Gedanken in der Form eines Sarges gebaut wurde. Aus dem Herrschergeschlecht der Borjas (oder italienisch Borgia) gingen auch mehrere Päpste und der Stadtheilige von Gandia, der Heilige Francesc de Borja, hervor. Er gilt als Schutzpatron gegen Erdbeben.
kirche / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Im Stadtzentrum Gandias sollte man sich auch das Rathaus der Stadt anschauen, das aus dem 18. Jahrhundert stammt. Außerdem findet man hier die zwischen 1250 und 1520 errichtete Stiftskirche.
Vier Kilometer von Gandia entfernt liegt Gandia Platja. Hier reihen sich entlang des Strandes viele Hotels aneinander. Obwohl es ein typischer Touristenort ist, ist der Strand nicht überfüllt. Am Abend tummeln sich jedoch allerlei Besucher auf der Strandpromenade, um in den kleinen Geschäften einzukaufen oder sich in eines der Restaurants zu begeben und das Abendessen zu genießen.
Auffällig ist dabei, dass es sich fast durchwegs um Spanier handelt, die hier ihren Urlaub verbringen. Nur selten trifft man auf ausländische Gäste. Man kann also ganz eintauchen in ein „spanisches Flair“. Spanische Sprachkenntnisse sind daher von großem Vorteil, denn auch in den Hotels kann es vorkommen, dass die Angestellten nur Spanisch und wenn, dann nur bruchstückhaft Englisch Sprechen – von anderen Sprachen ganz abgesehen.
gandia_platja / Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Zwischen Gandia und Gandia Platja fährt ein Bus seine Runden. Daher kann man zirka jede Viertelstunde von einem Ort in den anderen fahren. Die Fahrtzeit beträgt ungefähr zwanzig Minuten. Man kann hier also den Badeurlaub durchaus mit ein bisschen Kulturprogramm anreichern.

Das war es aus Gandia. Wie ich finde, hat mein Globus nun lange genug Pause gehabt und daher werde ich ihn für nächste Woche wieder abstauben und ordentlich drehen. Nächste Woche werden wir sehen, wohin er uns führen wird…


Weitere Infos über Gandia findet Ihr hier: www.gandiaturistica.com





Wenn ihr jede Woche per Mail erfahren wollt, an welchen Ort es uns dieses Mal verschlägt, schickt einfach eine E-Mail an: reisekolumne.bernauer@gmx.at

Autor: Manuela Bernauer | 30.09.2009 07:00