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Reisekolumne von Manuela Bernauer - Bildquelle: fotolia.de Fernreisen
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Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren. (André Gide)

Bukarest

Monumentalbauten und Prachtstraßen im Bild mit Plattenbauten und Schlaglöchern.



Liebe Leserin, Lieber Leser!

Diese Woche musste ich meinen Globus nicht drehen. Denn ich war wieder selbst auf Reisen und habe einige Tage in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens, hauptgebaude_der_armee / Zum Vergrößern auf das Bild klickenverbracht. Bisher ist diese Stadt vom Städtetourismus noch nicht entdeckt worden – zu Unrecht, wie ich meine.

An Bukarest denken momentan noch die wenigsten Menschen, wenn sie sich überlegen, wohin der nächste Städtetrip gehen soll. Jedoch ist diese Stadt mit ihren 2 Millionen Einwohnern die sechstgrößte der EU. An Sehenswertem mangelt es nicht, an Touristeninformation und Souvenirshops aber schon. Wer also die eingetrampelten Touristenwege in Städten wie Paris, London und Venedig satt hat ist hier genau richtig.

Das wahrscheinlich beeindruckenste Gebäude Bukarests ist der Parlamentspalast. Dieser ist immerhin auch das zweitgrößte Bauwerk der Welt (nach dem parlament0 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenPentagon in Washington). Der ehemalige rumänische Diktator Nicolae Ceausescu begann 1984 mit dem Bau und wollte sich damit wohl selbst ein Denkmal setzen. Der Parlamentspalast wird nicht nur als Regierungssitz, sondern auch als Kongresszentrum und Platz für sonstige Büros verwendet – bei der Fläche von 265.000 m2 wird es ja nicht so schnell eng. Hier sollte man unbedingt eine Führung machen, jedoch ist es ratsam sich vorher anzumelden, denn ansonsten gibt es keine Garantie, dass man bei der Besichtigung des Hauses (in Wirklichkeit sieht man etwa 5% davon) mitgehen darf. Außerdem muss man seinen Pass oder einen ähnlichen Ausweis abgeben, um in den Parlamentspalast gelassen zu werden.

Wenn man dann am Balkon des großen Festsaals steht hat man einen schönen Ausblick auf die größte Prachtstraße Bukarests, den Bulevardul Unirii. Dieser universitat / Zum Vergrößern auf das Bild klickenwurde in Anlehnung an den Champs Elysées errichtet – musste diesen jedoch übertreffen und ist somit ungefähr neun Meter breiter als die Pariser Prachtstraße.

Ausdrücke des Größenwahnsinns findet man also genug in Bukarest. Jedoch muss man zugeben, dass die Stadt ohne diese Gebäude auch weniger interessant zu besichtigen wäre. Wer jetzt schon ein bisschen auf den Geschmack gekommen ist kann sich auf nächste Woche freuen, denn dann werde ich Euch noch mehr über diese unentdeckte, schöne Stadt berichten.

 

 

Wenn ihr jede Woche per Mail erfahren wollt, an welchen Ort es uns dieses Mal verschlägt, schickt einfach eine E-Mail an: reisekolumne.bernauer@gmx.at


Autor: Manuela Bernauer | 28.10.2009 07:00